Die Bibliothek der Stiftung Topographie des Terrors

Die Bibliothek der Stiftung Topographie des Terrors

Zum 8. Mai 2010 wurde das neue Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin-Kreuzberg, Niederkirchnerstraße 8, eröffnet. Seitdem steht allen Interessierten ein umfangreiches Bildungsangebot der Stiftung zur Verfügung, das Ausstellungen, Vorträge, Seminare, Bibliothek sowie Archiv umfasst.

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Foto: Stiftung Topographie des Terrors/Stefan Müller.

Die wissenschaftliche Spezialbibliothek der Stiftung ist in großzügigen Räumen untergebracht und als Freihandbibliothek öffentlich zugänglich (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-17 Uhr). Sie ist eine klassische One-Person-Library und arbeitet in verschiedenen Feldern den Stiftungsaufgaben zu. Sie sammelt Literatur zu den Hauptthemen der Ausstellungen, für die in der Stiftung stattfindenden Seminare für Schüler- und Berufsgruppen ist sie Arbeitsraum bei den vertiefenden Arbeiten, sie berät externe Nutzer, die mit ihren oft persönlichen Fragen zu ihren Familien im Nationalsozialismus in die Bibliothek kommen und führt für Seminare der Berliner Universitäten mit dem Thema „Nationalsozialismus“ Einführungen zur fachlichen Recherche in Bibliotheken durch.

Der Bestand der Präsenzbibliothek beläuft sich auf ca. 32.000 Medieneinheiten, 120 laufendeund 100 abgeschlossene Zeitschriften (auch elektronisch), verschiedene Datenbanken, e-Books sowie Mikroformen – ihr Katalog ist online abrufbar unter www.topographie.de/opac. Die Bibliothek ist Mitglied im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV), ab 2016 auch im Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV). Ihr Sammelschwerpunkt liegt auf Literatur zu den Themenbereichen „SS, Gestapo und Polizei im Nationalsozialismus“, „Staat und Gesellschaft im Nationalsozialismus“, „Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und anderer Opfergruppen“, „Zweiter Weltkrieg“, „juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen“ sowie „Gedenk- und Erinnerungskulturen“.

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Foto: Stiftung Topographie des Terrors/Stefan Müller.

1998 gründeten die Bibliotheken der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (Berlin) die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB), an der sich mittlerweile ca. 50 Einrichtungen beteiligen. Ziel der AGGB ist es, die Arbeit der sehr unterschiedlichen Bibliotheken in Gedenkstätten, Dokumentationszentren und verwandten Einrichtungen zu unterstützen und deren Zusammenarbeit zu fördern. Sichtbares Produkt der AGGB ist der gemeinsame Bibliothekskatalog (www.aggb-katalog.de), der in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Berlin) betreut wird.

Nähere Informationen: www.topographie.de

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