RDA

Auf dieser Seite berichtet Karin Schmidgall (Deutsches Literaturarchiv Marbach) regelmäßig von den Ergebnissen der AG RDA. Wichtige Informationen zu RDA finden Sie darüberhinaus hier:

RDA-Wiki der DNB
RDA-Wiki des BSZ (mit Links zu den Protokollen der AG RDA)

Informationen aus der Arbeit der AG RDA im Jahr 2016

– Die Arbeit der AG RDA ist nach viereinhalb intensiven Jahren und 25 Sitzungen offiziell beendet. Auch im Jahr 2016 sind Anwendungsrichtlinien und Erläuterungen verabschiedet und im RDA Toolkit publiziert worden, Schulungsunterlagen wurden aktualisiert und auf Grund praktischer Erfahrungen präzisiert. 2017 wird die ständige Regelwerksarbeit in die Hände einer Fachgruppe „Erschließung“ gelegt, deren Aufgabe es sein wird, Formal-, Sach- und Normdatenerschließung gemeinsam zu denken. Bis 2018 will das RDA Steering Committee das Toolkit einem Relaunch unterziehen und RDA strukturell an das FRBR-Library Reference Model (LRM) anpassen. Frau Wiesenmüller führt in 5 Blog-Beiträgen sehr gut in das Modell ein.

– Ein kurzer Bericht über die konkrete Implementierung in einem Lokalsystem: Wie in einigen anderen Spezialbibliotheken wird im Deutschen Literaturarchiv Marbach aDIS/BMS eingesetzt. Seit Anfang November 2016 läuft die RDA-Version auf der Produktion, die Erfassungsmasken sind auf RDA umgestellt, die Schnittstellen zum Verbund (SWB) und zur GND verarbeiten beim Import RAK- und RDA-Daten, Neuaufnahme und Export erfolgen nur noch nach RDA. Die Altdaten sind migriert und die Anzeige angepasst. Ganz im Sinne des Grundgedankens von RDA wird im DLA Marbach aDIS/BMS auch für die Erschließung von Handschriften und Bilder & Objekten eingesetzt, die RDA Werkebene wurde konsequent auch hier implementiert. Der Aufwand für den Lokalsystemhersteller und für uns (Spezifikationen, Tests) war sehr hoch. Als Verbundteilnehmer konnten wir an den RDA-Schulungen des SWB teilnehmen, das Multiplikator-Verfahren funktionierte gut.

– Für alle, die den Umstieg auf RDA noch vor sich haben, der kurze Hinweis auf aktuelle Schulungsangebote.

– Der größte Nutzen von RDA zeigt sich bei einer konsequenten Anwendung von Normdaten, insbesondere der Werkebene. In meinem Vortrag auf der letzen ASpB-Tagung hatte ich es am Beispiel des „Doppelten Lottchen“ von Erich Kästner veranschaulicht. Als Spezialbibliothek für neuere deutsche Literatur und Literaturwissenschaft investieren wir in die Katalogisierung von Werkbeziehungen.

– RDA trat mit den Zielen auf, international, einfach zu nutzen, für alle Arten von Ressourcen und Inhalten, formatunabhängig, flexibel, prinzipienbasiert, für die digitale Umgebung, für Bibliotheken, Archive, Museen, benutzerorientiert zu sein. Hier ist noch einiges zu tun. Es sollte in den nächsten Jahren an der Präsentation der Daten in Onlinekatalogen und Resource Discovery Systemen gearbeitet werden; ebenso an Linked Data Anwendungen, die das Potential der Metadaten nutzen. Ein weiteres Signal hat der Standardisierungsausschuss mit der neuen Gremienstruktur gesetzt, die mit Einrichtung neuer Sonderarbeitsgruppen verstärkt Vertreter aus Archiven und Museen einbezieht. Winfried Gödert stellte 2015 in seinem Beitrag „Hashtag Erschließung“ die Frage: Hat Erschließung Innovationspotenzial? Meine Antwort: Ja, wenn wir die Ziele im Blick haben und uns nicht im „klein-klein“ des Regelwerks-Dschungels verlieren.

Informationen aus der Arbeit der AG RDA (März 2015 – August 2015)

– Im ersten Halbjahr 2015 wurde intensiv an den Schulungsunterlagen gearbeitet. Der größte Teil der Schulungsunterlagen ist im RDA-Wiki veröffentlicht. Die Unterlagen werden bereits für Multiplikatoren-Schulungen genutzt, sind aber auch für das Selbststudium geeignet. In Kürze werden die „Schulungsunterlagen Musik“ veröffentlicht, speziell zu AV-Materialien wird es leider vorerst nichts geben, hier findet man Beispiele bei der Musik, aber auch in den allgemeinen Teilen, z.B. im Modul 2 – Teil 4 (Inhaltstyp, Medientyp, Datenträgertyp).

– In den Schulungsunterlagen 5a, Teil 2.02 „Zusammenstellungen – analytische und hierarchische Beschreibung“ sind alle relevanten Informationen für den Bereich der Aufsatz/Beitrags-Katalogisierung – immer noch ein Kerngeschäft von Spezialbibliotheken – zusammengetragen.

– Im RDA Info-Wiki gibt es Hinweise auf die ersten Schulungsangebote für das Jahr 2016, z.B. „RDA komplett“ (1.-4. Februar 2016, Frankfurt) und „RDA kompakt“ (22.-24. Februar 2016, Frankfurt) sowie „RDA mini“ (14. März, Bibliothekartag Leipzig).

– Am 11. August ist das neue Release des RDA-Toolkits erschienen, die deutsche Übersetzung entspricht nun dem Stand der Originalausgabe vom April 2015. Auch die Anwendungsrichtlinien für den deutschsprachigen Raum (D-A-CH) wurden aktualisiert. Verwenden Sie den lila D-A-CH Button sowie den deutschen Text.

– Die hoffentlich vorläufig letzen Fassung der Standardelemente-Sets für Titel und Normdaten sind im RDA Wiki unter der Rubrik „Regelwerk“ veröffentlicht worden (Stand 11. August). Besonders bemerkenswert ist, dass RDA 23.4. „Themenbeziehung“ ein Kernelement ist. Wie die Sacherschließung erfolgen soll, wird in den zuständigen Gremien zu besprechen sein.

– Hinweisen möchte ich noch auf zwei wichtige Papiere, die von der Deutschen Nationalbibliothek vor kurzem veröffentlicht wurden:

– das Konzept der DNB zur RDA-Erschließung und Normdatenerstellung ab dem 1. Oktober 2015

– ein Papier, das die Vorgehensweise der DNB zur Angabe der Werkebene in der zusammengesetzten Beschreibung (bibliographischer Datensatz) beschreibt

– Am 17. Juni 2015 wurden von der DNB den Verbünden und Lokalsystemanbietern RDA-Testdaten bereitgestellt.

– In der letzten Sitzung der TG Implementierung wurde deutlich, dass zukünftig die Import- und Export-Schnittstellen der Verbund- und Lokalsysteme „Mischdaten“ verarbeiten müssen. Altdaten nach RAK werden nach RDA ergänzt ohne dass es immer möglich sein wird, den Datensatz komplett nach RDA umzuarbeiten. Diese Sätze dürfen dann weder mit dem Regelwerk RAK noch mit RDA gekennzeichnet werden.

– Die DNB und alle Verbünde haben sich entschieden, das komplexe Thema „Altdaten“ (z.B. Felder, die mit RDA wegfallen, veränderte oder neue Codierungen etc.) erst 2016 nach dem Umstieg auf RDA anzugehen. Wenn es bei maskenorientierten Lokalssytemen notwendig ist, das Thema gleichzeitig mit dem Umstieg auf RDA anzugehen, ist das erheblicher zusätzlicher Testaufwand für die Bibliotheken und sollte zeitlich mit eingeplant werden.

Zum Schluss ein wenig Werbung in eigener Sache: auf der ASpB-Tagung in Bonn wird es am Donnerstag, den 24. September 2015 zwei Vorträge zum Thema RDA geben:

16:00-16:30: RDA für Spezialbibliotheken / Karin Schmidgall (Deutsches Literaturarchiv Marbach)

16:30-17:00: RDA – Perspektiven in der FES-Bibliothek / Annette Euskirchen (Friedrich- Ebert-Stiftung)

 

Bericht aus der Arbeit der AG RDA (November 2014 – Februar 2015)

Auf dem Bibliothekartag 1974 sah der langjährige Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek Franz Georg Kaltwasser die Einführung eines internationalen Regelwerks als „eine Aufgabe des 21. Jahrhunderts, die international verbindliche Absprachen erfordern wird“. An diesem historischen Punkt befinden wir uns in diesem Jahr: das RDA-Jahr 2015 hat begonnen.

– Das RDA-Info-Wiki der DNB füllt sich. Es lohnt sich in den wachsenden Bereich RDA-Regelwerk zu schauen. Hier sind neben den Standardelemente-Sets für den deutschsprachigen Raum, den verabschiedeten Anwendungsrichtlinien auch Arbeitshilfen veröffentlicht, z.B. eine sehr praktische Beispieltabelle für die Vergabe der „prominenten“ RDA-Elemente Inhaltstyp, Medientyp, Datenträgertyp.

– Das Schulungskonzept der AG RDA wurde veröffentlicht, es sieht 6 Module vor:

1 Einführung und Grundlagen

2 Basiswissen Katalogisierung (Theorie)

3 Basiswissen Katalogisierung: Monografien und fortlaufende Ressourcen (Praxis)

4 Normdaten

5A Aufbauwissen Katalogisierung: Monografien 5B Aufbauwissen Katalogisierung: Fortlaufende Ressourcen

6 Spezialschulungen

Alle Schulungsunterlagen werden als ausgearbeitete Texte mit Beispielen und als Powerpoint-Folien im RDA-Info-Wiki voraussichtlich ab Mai 2015 zur Verfügung stehen.

In vielen Verbünden stehen die Schulungstermine bereits fest, die ersten Schulungen werden im Mai 2015 beginnen. Die DNB und einige Partner aus dem RDA-Projekt werden 2016 Schulungen für Spezialbibliotheken, die keinem Verbund angehören, anbieten.

Als Spezialbibliothek mit einer umfangreichen Aufsatzkatalogisierung haben wir uns diesem Thema angenommen und werden dafür Schulungsunterlagen mit Beispiele erarbeiten. Die Begriffe „Unselbständiges Werk (UW)“, „Beigefügtes Werk“, „Enthaltenes Werk“ kennt RDA nicht mehr. RDA spricht von „Zusammenstellungen mit/ohne übergeordneten Titel“ und ermöglicht Teile dieser Zusammenstellungen analytisch/hierarchisch (RDA 1.5.3/1.5.4) zu beschreiben, also die Teile (Aufsätze/Beiträge) eigenständig zu katalogisieren und mit der übergeordneten Einheit in Relation zu setzen. In den Schulungen wird der Themenblock „Zusammenstellungen“ in Modul „5A“ verankert.

– Die Deutsche Nationalbibliothek hat mit einem Rundschreiben über ihren Start der Katalogisierung nach RDA am 1. Oktober 2015 informiert. Auch die Zeitschriftendatenbank hat bekannt gegeben , dass es ab dem 1.10.2015 erste RDA-Sätze geben wird.

– Zum Schluss noch ein Hinweis auf den lesenswerten Blog von Heidrun Wiesenmüller „Basiswissen RDA“; der Eintrag „Terminologie im Vergleich“ vom 31.12.2014 bietet einen guten Einstieg in die neue RDA-Terminologie. Der Beitrag von Rita Albrecht auf dem Systemanbieterworkshop führt ebenfalls in dieses Thema ein. Seit Januar 2015 gibt es die RDA-Info-Liste über die man sich ebenfalls auf dem Laufenden halten kann.

 

Bericht aus der Arbeit der AG RDA (August – Oktober 2014)

– Seit dem Stichtag 15.10.2014 erfolgt in der GND die Erfassung aller neuen Personen, Körperschaften, Familien, Gebietskörperschaften bzw. Geografika nach den RDA. Die von der AG-RDA Unterarbeitsgruppe GND erarbeiteten Schulungsunterlagen sind hier einsehbar:

https://wiki.dnb.de/display/ILTIS/Informationsseite+zur+GND#InformationsseitezurGND-RDA-Schulungsunterlagen

– Im RDA-Toolkit ist seit August 2014 der erste Teil der Anwendungsregeln über den lila Button „D-A-CH“ aufrufbar. Weitere Anwendungsregeln und Erläuterungen werden mit dem nächsten Release des Toolkits veröffentlicht (geplant für April 2015).

– Auf dem Systemanbieterworkshop am 23.10.2014 wurden Firmenvertreter umfassend informiert, welche  Anpassungen für die Implementierung des neuen Standards RDA in den Bibliothekssystemen notwendig sind. Einen großen Themenblock nahm das Thema „Werke und Expressionen“ und die Umsetzung der Beziehungen zwischen den Entitäten ein. Ein Überblick aller Themen findet sich im RDA-Info-Wiki unter „Technische Implementierung“: https://wiki.dnb.de/display/RDAINFO/Technische+Implementierung

Sprechen Sie Ihre Systemanbieter auf die konkreten Umsetzungspläne in den Systemen an.

– In den nächsten Monaten werden die Arbeiten an den Erläuterungen abgeschlossen und es wird intensiv an den Schulungsunterlagen gearbeitet. Ab dem zweiten Quartal 2015 sollen die Schulungen beginnen. Spezialbibliotheken, die einem Verbund angehören, werden über die Verbünde geschult. Die DNB wird für Bibliotheken, die keinem Verbund zugehören aus Kapazitätsgründen erst ab Frühjahr 2016 RDA-Schulungen anbieten können. Auch in den Hochschulen ist für 2015 noch kein konkretes Weiterbildungsangebot geplant. Alle RDA-Schulungsunterlagen werden aber online über das RDA Info-Wiki bereitgestellt werden (voraussichtlich im 2. Quartal 2015).

Bericht aus der Arbeit der AG RDA (April-Juli 2014)

– Seit Anfang Juli 2014 erfassen die ersten Bibliotheken neue Personen und Körperschaften in der GND nach RDA; bis zum 15. Oktober 2014 sollen alle Bibliotheken umgestellt haben. Im GND-Katalogisierungsformat werden die Aufnahmen in den Feldern 040 und 667 mit „RDA“ gekennzeichnet.

RDA-Beispiele in der GND (Benutzersicht):

http://d-nb.info/gnd/1054408580

http://d-nb.info/gnd/1054405255

http://d-nb.info/gnd/1054409676

http://d-nb.info/gnd/1054409056

Eine große strukturelle Änderung aus Sicht des Deutschen Literaturarchivs ist, dass nach RDA für eine Person zwei Datensätze angelegt werden, wenn diese unter Pseudonym und ihrem wirklichen Namen veröffentlicht hat. Die Sätze werden auf Normdatenebene in Beziehung gesetzt. Um aber weiterhin alle Veröffentlichungen einer Person bei der Suche zusammenzuführen, müssen vermutlich Systeme angepasst werden, die Altdatenproblematik ist hoch.

– Die Vortragsfolien der RDA Veranstaltungen auf dem Bibliothekartag 2014 in Bremen finden sich hier: https://wiki.dnb.de/pages/viewpage.action?pageId=94672183

Sie enthalten viele Beispiele, wie Titeldaten zukünftig nach RDA aussehen werden.

– Die Anwendungsrichtlinien für den deutschen Sprachraum haben eine Namen erhalten. Im August-Release des RDA-Toolkits sollen alle fertiggestellten Anwendungsregeln für den deutschsprachigen Raum über den Button mit der Bezeichnung D-A-CH aufrufbar sein. Die Anwendungsrichtlinien werden neben den Regeln auch Erläuterungen, Beispiele und Arbeitshilfen umfassen.

– Im Themenspeicher Implementierung wurden eine Reihe von RDA-bedingten Formatfestlegungen erarbeitet. Diese werden auf dem Systemanbieter-Workshop am 23.10.2014 in Frankfurt vorgestellt. Die Einladungen an alle Systemanbieter sind bereits versand worden.

– Der Themenspeicher Kunst hat seine Arbeit aufgenommen, es wirken Kollegen aus Spezialbibliotheken mit, wie dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München und dem Kunsthistorischen Institut in Florenz. Eines der ersten Themen waren Einzelausstellungen als Körperschaften.

 

Bericht aus der AG RDA vom 19./20. März 2014

  • In der AG RDA wird weiter an den Anwendungsregeln für den deutschsprachigen Raum gearbeitet. Ein erster Teil der Anwendungsregeln – insbesondere zu den Normdaten – wird im August-Release des RDA Toolkits zur Verfügung stehen.
  • Die Mitglieder der U-AG GND arbeiten intensiv an den Schulungsunterlagen. Für die Erarbeitung der Schulungen wurden auch wichtige Fragen der Terminologie in der AG RDA abgestimmt.
  • Die ersten GND Schulungen werden im Mai/Juni 2014 beginnen und gestuft bis Mitte Oktober stattfinden. Falls Ihre Institution GND-Teilnehmer ist, aber keinem Verbund zugehört, können Sie sich bei Schulungsbedarf direkt an das RDA-Team der DNB (rda-info@dnb.de) wenden.
  • Das Thema „Abbildung von Hierarchien“ (Themenspeicher Teil-Ganzes) befindet sich weiter in der Diskussion. Hierzu gehören Mehrbändige Werke, Bände, Stücktitel, Reihen, Zusammenstellungen (Beiträge in Sammelwerken und Zeitschriften). Das Regelwerk ermöglicht sowohl eine flache wie auch eine hierarchische Abbildung. Es bestehen aber starke system- und arbeitstechnisch bedingte Unterschiede und somit die Herausforderung unterschiedliche Implementierungsmodelle zuzulassen aber die Daten für den Austausch zu harmonisieren.
  • Ein Themenspeicher „Kunst“ wurde gegründet, er wurde von Seiten des AKMB (Arbeitskreis der Kunst- und Museumsbibliotheken) angeregt. Ein Themenspeicher mit dem Fokus Non-Book-Materials, AV-Materialien wird als Desiderat gesehen, musste aber weiterhin zurückgestellt werden.
  • Im Themenspeicher Implementierung werden konkrete Lösungsvorschläge für die Umsetzung in den Verbund- und Lokalsystemen erarbeitet, z.B. zur Abbildung der RDA-Elemente „Content, Media, Carrier Type“, zur Abbildung der Werkebene, zu Relationsbeziehungen, zu Sekundärausgaben, zum Veröffentlichungsvermerk, der in RDA die Bereiche Entstehungs-, Veröffentlichungs-, Vertriebs-, und Herstellungsangabe umfasst.

 

 

RDA Implementierung

Am 21. Januar 2014 hat die Themenspeichergruppe „RDA Implementierung“ Ihre Arbeit aufgenommen. Arbeitsfelder sind die Umsetzung von formatrelevanten RDA-Regeln (neue Felder/Unterfelder, Abbildung neuer Relationen im Format) sowie Altdatenbehandlung und technische Verfahren zur Unterstützung der Anwendung der RDA.

Im Herbst 2014 ist ein Firmen-Workshop geplant.

Soweit ich über die Deutsche Bibliotheksstatistik ermitteln konnte, sind in Spezialbibliotheken folgende Systeme im Einsatz: aDIS/BMS, Aleph 500/Alephino, BIBDIA, Bibliotheca, Allegro-C, LARS, KOHA, Midos, Libero, SISIS, PICA LBS/CBS. Daneben gibt es noch: Bibliowin, Bismas, SydneyPlus , Filemaker, Fleischmann, Library, Domestic, NOS. Falls Systeme fehlen sollten, wäre ich für eine Rückmeldung sehr dankbar.

An der 11. Sitzung der AG RDA am 22./23. Januar konnte ich leider aus Zeitgründen selbst nicht teilnehmen, daher nur ein Bericht aus zweiter Hand: Der RDA-Gesamtdurchgang wurde abgeschlossen, an den Anwendungsregeln wird noch gearbeitet, der erste Teil der Anwendungsregeln wurde im DNB-Wiki veröffentlicht (https://wiki.dnb.de/pages/viewpage.action?pageId=89130218). Die Lektüre ist aber nur in Zusammenhang mit dem RDA Grundtext im Toolkit zu empfehlen.

Die Erfassung der Normdaten in RDA ist weiter für den 1. Juli 2014 geplant, die Vorbereitungen für die Einführung laufen auf Hochtouren. Hier besteht z.Zt. das Problem, dass der aktualisierte deutsche Text und die für den deutschsprachigen Raum erarbeiteten Anwendungsregeln und Erläuterungen erst im August 2014 im RDA Toolkit zur Verfügung stehen können. Über Lösungen wurde nachgedacht und dem Standardisierungsausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

 

Lizenzierung des RDA Toolkits

Ab 2014 übernimmt die Deutsche Nationalbibliothek, als Geschäftsstelle des Standardisierungsausschusses, die Gesamtorganisation und Gesamtkoordination der Lizenz für die Bibliotheken und Informationseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nähere Informationen zur Teilnahme an der Lizenz sind der DNB-Mail vom 16.12.2013 zu entnehmen:

„Der Standardisierungsausschuss hat in seiner 24. Sitzung am 21. November 2013 die Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende, Frau Dr. Schomburg und Frau Dr. Niggemann, gebeten, Gespräche mit ALA Publishing über eine mögliche Lizenzierung des RDA Toolkits für die Bibliotheken und Informationseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufzunehmen.

Die konstruktiv geführten Gespräche mündeten schnell in einen pragmatischen und schnell zu realisierenden Verfahrensvorschlag, dem zwischenzeitlich die in der AG Verbund zusammengeschlossenen Verbünde sowie die Schweizer Nationalbibliothek, die Deutsche Nationalbibliothek und die ekz grundsätzlich zugestimmt haben. Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein Konsortium mit einem gepoolten Zugriff für alle teilnehmenden Bibliotheken aufgebaut werden soll. Die Gesamtkosten hierfür zahlen die genannten Verbünde und Institutionen gemeinsam.

Bis zu einem neuen Vertragsabschluss erhalten die Teilnehmer des bisherigen, beim Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) angesiedelten und zum Jahresende beendeten Konsortiums über den Ablauf des Jahres 2013 hinaus weiterhin den Zugriff auf das RDA Toolkit. Neue Interessenten können ebenfalls bereits vor Inkrafttreten eines Vertrags schnell freigeschaltet werden und erhalten dafür zunächst einen 60 tägigen Testzugriff. Für Lehrinstitutionen konnte eine Sonderregelung zumindest für ein Jahr erreicht werden, sie haben 12 Monate lang weiterhin kostenfreien Zugriff auf das Toolkit.

Die Deutsche Nationalbibliothek übernimmt, als Geschäftsstelle des Standardisierungsausschusses, die Gesamtorganisation und Gesamtkoordination der Lizenz. Alle am Zugriff auf das RDA Toolkit interessierten Bibliotheken melden sich bitte zunächst bei ihrer zuständigen Verbundzentrale bzw. bei der ekz. Wenn Sie keinem Verbund angehören und das Toolkit nicht über die ekz lizenzieren möchten, kann eine Meldung direkt an die Arbeitsstelle für Standardisierung erfolgen. Bitte melden Sie dabei auch die IP-Adresse(n) oder den IP-Range Ihrer Institution. Sollte dies – insbesondere bei kleineren Institutionen – nicht möglich sein, kann der Zugriff alternativ auch über Kennung und Passwort erfolgen.

Interessenten melden sich bitte bei der Arbeitsstelle für Standardisierung unter der Mail-Adresse afs@dnb.de <mailto:afs@dnb.de> .“

 

 

Bericht aus der AG RDA vom 4./5.9.2013

  • Die AG RDA hat einen veränderten Zeitplan vorgelegt, dieser wurde vom Standardisierungsausschuss genehmigt und ist im RDA-Wiki der DNB veröffentlicht worden: https://wiki.dnb.de/download/attachments/56524806/Zeitplan_AG_+RDA_Oktober_2013x.pdf?version=1&modificationDate=1382968622000
  • Die Erfassung der Normdaten in der GND soll nun ab Juli 2014 nach RDA erfolgen, die Katalogisierung im Bereich der Titeldaten wird Ende des Jahres 2015 beginnen. Das bedeutet eine Gesamtverschiebung des Zeitplans um 6 Monate.
  • Die RDA-Standardelemente-Sets für Titel- und Normdaten wurden veröffentlicht: https://wiki.dnb.de/x/BoBeAw. Alle Elemente der Standardelemente-Sets stellen einen verbindlichen Mindeststandard für die Katalogisierung im deutschsprachigen Raum dar. Die Erfassung weiterer, über die im Standardelemente-Set festgelegten Elemente hinaus, steht im Ermessen jeder einzelnen Bibliothek bzw. katalogisierenden Institution.
  • Themenschwerpunkt der Sitzung vom 4./5. September war die Abstimmung der von der UAG „Normdaten“ vorgelegten Anwendungsregeln im Bereich „Personen“. Für den Bereich „Körperschaften“ fand am 26. September eine Sondersitzung statt (an der ich selbst leider nicht teilnehmen konnte). Die Arbeiten konnten noch nicht vollständig abgeschlossen werden.
  • Die Fortführung des vollständigen Regelwerkdurchgangs (RDA Kapitel 17-28, Anhänge) ist für die Dezember-Sitzung vorgesehen.
  • RDA befindet sich in einem ständigen Überarbeitungsprozeß, was die Arbeit nicht einfacher macht. Die gedruckte Ausgabe der RDA kann jetzt schon als historisches Werk bezeichnet werden. Die von der DNB noch bis Ende November 2013 kostenfrei im Netz erreichbare Übersetzung entspricht nicht mehr dem aktuellen Regelwerksstand. Die deutsche Übersetzung im RDA-Toolkit wird zeitlich versetzt zur englischen Originalfassung aktualisiert.
  • Ich habe darum gebeten, im Standardisierungsausschuss noch einmal die Möglichkeit einer Nationallizenz anzusprechen, da der Kostenaufwand für die Lizenzierung des RDA-Toolkits hoch, für viele kleinere Spezialbibliotheken zu hoch ist.
  • In einem Workshop am 18.10.2013 in Wien wurden für den Themenspeicher „Sammlungen und Sammelwerke/Beigefügte und enthaltene Werke/Aufsätze“ Datenmodelle sowie Anwendungsregeln und Erläuterungen erarbeitet. Die Ergebnisse werden der AG RDA zur Abstimmung vorgelegt. Sobald ein abgestimmtes Schulungskonzept der AG RDA vorliegt, wird sich die Gruppe auch um die Erarbeitung von Schulungsunterlagen für diesen Bereich kümmern.
  • Ab Januar 2014 wird der Themenspeicher „Implementierung“ seine Arbeit aufnehmen, hier soll genau geprüft werden, welche Auswirkungen RDA-Regeln auf die (Austausch)formate, die Altdaten, sowie auf die Erfassung in den Verbund- und Lokalsystemen haben. Da dieser Punkt m.A. insbesondere für Spezialbibliotheken, die eigene Lokalsysteme einsetzen, wichtig ist, werde ich in diesem Bereich intensiv mitarbeiten.
  • Der Auftaktworkshop „RDA für Kultureinrichtungen“ am 10.9.2013 war gut besucht, im Bereich der Archive und Museen sind für das nächste Jahr weitere Arbeitstreffen geplant.

 

Bericht aus der AG RDA vom 15.8.2013

  • Der vollständige Regelwerksdurchgang wird mit der nächsten Sitzung der AG RDA am 4./5. September 2013 voraussichtlich abgeschlossen werden können. Ziel ist es, die zu den RDA notwendigen Anwendungsregeln und Erläuterungen bis Ende des Jahres vollständig zu formulieren und abzustimmen.
  • Die Bereiche „Normdaten“, „Musik“ und „Fortlaufende Sammelwerke“ werden in Untergruppen erarbeitet, die Ergebnisse in der AG RDA zusammengeführt. In diesen Bereichen ist die Arbeit auch bereits weit fortgeschritten. Die Anwendungsregeln zu den Normdaten „Personen“ werden ebenfalls in der nächsten Sitzung abgestimmt. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass der Zeitplan für die Normdaten zu eng bemessen war; der Standardisierungsausschuss hat daher einer Verlängerung des Arbeitspakts 3 (Normdaten inkl. Schulungen) um 3 Monate zugestimmt.
  • Der Umstieg der Normdaten auf RDA ist jetzt ab 02/2014 geplant: Februar und März ist für Schulungen vorgesehen, ab April 2014 ist der Beginn der produktiven Katalogisierung nach RDA in der GND geplant.
  • Am Termin für den Umstieg der Titeldaten (April-Juni 2015) wird weiter festgehalten
  • Der aktualisierte Zeitplan mit der Verschiebung der Normdaten ist auf dem RDA-Info-Wiki https://wiki.dnb.de/display/RDAINFO/RDA-Info eingestellt.
  • Ich hatte bereits letztes mal darüber berichtet, dass uns als Spezialbibliothek der Themenspeicher „Aufsätze in Zeitschriften und Beiträge in Sammelwerken“ sehr wichtig ist. Hierfür engagieren sich neben unserem Haus auch weitere Spezialbibliotheken: die ZBW (mit Kim H. Weber als Vertreterin), die Bibliothek des Deutschen Bundestags (Vertr. Manuela Sitschick) und auch eine Schweizer Bibliothek, die Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen (Vertr. Brigitta Baltensweiler) ist dabei. Es gab bereits 2 Workshops 2013 (in Frankfurt und Marbach) und im Oktober einen abschließenden Workshop in Wien.
  • Für den Themenspeicher „juristische Werke“ werden z.Zt. noch Spezialisten gesucht.
  • Die Abbildung der „Werkebene“ ist weiterhin Thema in der AG RDA, die DNB hat Ihre Planungen konkretisiert, einen Werknormsatz in der GND einzuführen. Dafür gibt es Überlegungen und Tests für den Einsatz eines Werkclustering-Verfahrens. Bei einem Werkclustering wird aus verschiedenen Elementen einer Titelaufnahme ein Matchkey gebildet, der es möglich diese unter einem „Werkcluster“ – dies kann z.B. ein Werknormsatz sein – zusammenzuführen. In diesem Bereich engagieren wir uns als Spezial- und Forschungsbibliothek für neuere deutsche Literatur, auch beratend.
  • Am 10.9.2013 wird es einen Workshop RDA für Kultureinrichtungen geben. Das Programm verspricht spannend zu werden: http://www.dnb.de/SharedDocs/Downloads/DE/DNB/standardisierung/rdaWorkshopKultureinrichtungenProgramm.html;jsessionid=5BA6F6D99AAE40460FA6CA3CBDAFC299.prod-worker2


Bericht aus der AG RDA vom 4.3.2013

  • Der vollständige Regelwerksdurchgang hat begonnen, daneben gibt es Themenspeicher, für die in der AG „Paten“ gesucht wurden. Als Mitglied einer Spezialbibliothek, die langjährige Erfahrung im Nachweis von Unselbständigen Werken hat, arbeite ich zusätzlich in diesen Bereich mit. Weitere Themenspeicher sind z.B. Mehrbändige Werke, Kongresse, Karten, juristische, religiöse Werke.
  • Es soll dieses Jahr noch 5 Abstimmungsgespräche geben (jeweils 2tägige Treffen)
  • Die Bereiche „Normdaten“, „Musik“ und „Fortlaufende Sammelwerke“ werden in Untergruppen erarbeitet, die Ergebnisse in der AG RDA zusammengeführt.
  • Die Kritik an der deutschen Übersetzung ist bei Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis sehr groß – zu nah am Originaltext, zu wenig verständlich. Hier wird man aber nichts tun können. Ganz ehrlich muss man zugeben, dass es auch zu jedem früheren Regelwerk ein Erläuterungswerk gab – zu RAK von Klaus Haller, zu PI von H. Fuchs. Neben dem deutschen Regelwerkstext und den Anwendungsregeln für den deutschsprachigen Raum, die in das RDA-Toolkit integriert werden soll, wird es sicherlich auch weiter Praxisanweisungen geben.
  • Ein weiterer Kritikpunkt ist der teure Lizenzierungs-Preis des RDA Toolkits, hier bleibt evtl. abzuwarten, ob es nicht doch noch zu einer Nationallizenz kommt. Ansonsten gibt es zur Zeit nur die etwas günstigere Möglichkeit dem HBZ-Konsortium beizutreten. Die PDFs mit der deutschen RDA-Übersetzung sind auf der Seite der DNB für 12 Monate kostenfrei zugänglich: http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/International/rdaDeutsch.html
  • Auf der nächsten Sitzung wird sich die AG RDA mit der Abbildung der „Werkebene“ beschäftigen – hier gibt es Überlegungen der DNB einen Werknormsatz in der GND einzuführen, um den FRBR-Gedanken zumindest teilweise umzusetzen.
  • Auf dem Bibliothekartag wird es eine Werkstattbericht aus dem RDA-Projekt von Frau Behrens geben:
  • 13.3.2013, 9:00-12:00, Saal 1 „Treffpunkt Standardisierung daneben einen Vortrag von Frau Wiesenmüller am 14.3.2013, 9:30-10:00, Saal 2 „Neue Formen der Erschließung“ – Die Quadratur des Kreises – RDA in der Lehre


Bericht aus der AG RDA vom 15.1.2013

In den letzten Sitzungen der AG RDA wurde ein gemeinsamer Zeitplan zur Implementierung der RDA im deutsch-sprachigen Raum erarbeitet, dieser wurde vor kurzem im RDA-Wiki veröffentlicht:

https://wiki.d-nb.de/download/attachments/56524806/Zeitplan_AG_+RDAx.pdf?version=1&modificationDate=1358235050118

Der Zeitplan sieht vor, dass eine Katalogisierung nach RDA bis Mitte 2015 im deutschsprachigen Raum realisiert sein soll. 2013 werden von der AG RDA Grundsatzentscheidungnen getroffen und die deutschen Anwendungsbestimmungen erarbeitet, dabei wird auch geprüft ob Verbund- und Lokalsysteme angepasst werden müssen, auf dieser Basis erfolgt dann die Implementierungsphase. Dieser Punkt ist m.A. insbesondere für Spezialbibliotheken wichtig, die Fremddaten übernehmen, bisher mit dem Standard RAK arbeiten, aber nicht die großen Verbundsystem-Systeme/Anbieter PICA oder ALEPH einsetzen. Diese Bibliotheken sollten in engen Dialog mit ihren Lokalsystemanbieter treten.

 

 

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