Gründung einer Interessenvertretung für Unternehmensbibliotheken

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in meiner langjährigen Tätigkeit als Spezialbibliothekarin war und bin ich in immer auf der Suche nach Gleichgesinnten. Auf der Suche nach Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen und haben, die in der privaten Wirtschaft arbeiten, die eben anders arbeiten als im Öffentlichen Dienst. Kollegen, die nicht mit starren Apparaten kämpfen aber dafür andere Schwierigkeiten haben, eben Bibliothekare, die in Unternehmen arbeiten.

In den letzten Jahren waren das hauptsächlich juristische Spezialbibliothekare, die mir als „Verbündete“ halfen, das immerwährende Streben nach Effizienz, nach neuen Produkten, nach Software etc. zu vereinfachen. Und immer wieder wurde ich enttäuscht auf den diversen Fortbildungsveranstaltungen, auf denen ich mich irgendwie nie so ganz aufgehoben fühlte. Zu weit weg erschien mir oft der Praxisbezug zu den Themen, zu groß waren die Institutionen als dass sie für mich vorbildhaft wirken konnten, an vielen Sachen können privatwirtschaftlich organisierte Einheiten gar nicht teilhaben.

Lange Rede, kurzer Sinn, die Idee wurde geboren, eine Interessenvertretung zu gründen – für Unternehmensbibliotheken. Der ASpB Vorstand würde uns unter seine Fittiche nehmen, wir wären eine Untersektion sozusagen und können an den Weiterbildungsmaßnahmen in diesem Rahmen wirken und für uns selbst etwas auf die Beine stellen.

Was habe ich mir dabei gedacht?

Was ich mir wünsche ist ein breites Netzwerk von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, die in privatwirtschaftlich organisierten Einheiten ziemlich ähnliche Erfahrungen und Probleme haben, die sich darin gegenseitig stützen und helfen. Dies gibt es teilweise schon durch die Stammtische der jur. Bibliothekare (u.a.), hier ist aber keine Fundstellenhilfe in dem Sinne gemeint, sondern der Erfahrungsaustausch hauptsächlich im Management von Unternehmensbibliotheken.

Auf den ASpB Tagungen soll es dann auch regelmäßig Workshops und oder Vorträge zu „unseren“ Themen geben, die uns berühren, die uns wichtig sind. Was können das für Themen sein? Unternehmensbibliothekare müssen sich wesentlich professioneller als andere in ihren Institutionen profilieren und präsentieren, sie werden nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz betrachtet und vergütet sowieso. Andererseits haben sie viel größere (auch finanzielle) Spielräume und genießen in ihren Unternehmen Wertschätzung.

Ich bitte Sie daher herzlich, diese Mail weiterzuschicken innerhalb Ihrer Institution und an Ihre Stammtisch-Verteiler, an Kolleginnen und Kollegen. Ebenso herzlich bitte ich um Vorschläge, Ideen, Anregungen, wo brennt es bei Ihnen, wo klappt es richtig gut usw. Haben Sie Lust, mitzumachen?

Zunächst ist eine monatliche Info-Mail geplant, daher bitte ich alle Interessierten, mir nur ein reply zu schicken evtl. auch schon mit Themen, die Sie interessieren, dann kommen Sie auf den Verteiler.

Ich freue mich auf Ihre Mails an jeannette.brendtner(at)dentons.com!

Mit besten Grüßen

J. Brendtner

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